Nichtwissen als Lernraum (KW 3/22)

Ich habe einen Infekt, der meine Aktionsmöglichkeiten stark einschränkt. Deshalb ist mein Lernprojekt diese Woche mehr oder weniger liegen geblieben.

Als Merkposten für die Weiterarbeit halte ich hier drei Quellen fest, auf die ich in den letzten Tagen gestoßen bin:

  • Astrid Kuhlmey: Lernen ist kein sexy Thema. Oder Lernen von Scotty.
    Die Autorin geht der Frage nach, wie wir in unerwarteten Situationen in angemessenes Handeln kommen können.
  • Urs Enzler: Hypothesis-driven development — including a checklist for dangers of estimation.
    Enzler beschäftigt sich mit Komplexität und unknown unknowns in der agilen Softwareentwicklung. Er schlägt vor, Hypothesen zu bilden („If we build thisthat will happen.“) und diese durch Experimente zu verfizieren bzw. zu falsifizieren. Enzler regt an, nicht nur eine Hypothese zu bilden sondern einen Hypothesenbaum: „Instead of defining just one hypothesis, you can define a tree of hypothesises. Start with your first hypothesis as the root. Then define the next hypothesis to verify for both when the first hypothesis was proved and when it was disproved. And so on.“
  • Video: Das Riesending (arte.tv)
    Dokumentation einer Expedition von fünf Forschern in der Riesending-Höhle im Untersbergmassiv bei Berchtesgaden. Am Ende des Films (ca. bei 1:23:10) äußern sich die Forscher zu ihren Beweggründen, sich an dem Vorhaben zu beteiligen. Dabei klingt an, dass es um Möglichkeiten geht, noch Unbekanntes zu erforschen, Neugier zu stillen und Entdeckerfreude zu genießen.

Außerdem sind diese Woche zwei Ideen entstanden:

  1. Wöchentlich eine Review zu meinem Lernprojekt zu machen und zu veröffentlichen (das, was ich mit diesem Artikel tue).
  2. Einen Evergreen-Artikel mit dem Titel „Nichtwissen als Lernraum“ zu beginnen und im Verlauf meiner Lernreise auszudifferenzieren.

Das Beitragsbild stammt von Gerd Altmann / pixabay.