Retrospektive Learning Journey Miro: Was habe ich über mein Format der Lernreise gelernt?

Vor einigen Tagen habe ich über meine inhaltlichen Learnings gebloggt. Heute reflektiere ich die Erfahrungen mit dem Format meiner Lernreise.

Ich hatte mir vorgenommen, mich vier Wochen lang von Montag bis Freitag täglich 10-15 Minuten lang mit meinem Lernthema zu beschäftigen. Ich bin ausgegangen von einigen Fragen und Herausforderungen, die ich hatte, und ich habe versucht, dazu Antworten und Lösungen zu finden. Es gab keinen vordefinierten Lernplan sondern ein ungefähres Lernziel als Leitstern. Meine Reiseerfahrungen habe ich kontinuierlich mit meinem Netzwerk geteilt (Blogartikel, Twitter, LinkedIn). Nächste Lernschritte haben sich weitgehend aus vorhergehenden ergeben. Oft genug sind sie auch als Impulse aus dem Netzwerk gekommen, die ich aufgegriffen habe.

Ich sortiere meine Erkenntnisse mit dem Denkwerkzeug PMI:

Plus – Minus – Interessant

Plus

  • Das offene Format hat mir entdeckendes Lernen erlaubt.
  • Regelmäßige kurze Lerneinheiten haben mir ein Lernen quasi nebenbei ermöglicht, das ich auch an zeitlich ausgefüllten Tagen fast immer noch in meinem Kalender unterbringen konnte.
  • 5 Stunden Lernzeit in einem Monat klingen nicht nach viel, haben mir aber im Zusammenspiel aller Komponenten des Konzepts sehr viel gebracht:
    Jetzt fühle ich mich nicht nur im Umgang mit Miro grundsätzlich sicher, sondern ich habe auch unzählige Details im Zusammenhang mit dem Whiteboard kennengelernt.
  • Geradezu als sensationell habe ich die Abkürzungen und Beschleunigungen des Lernprozesses erlebt, die durch – oftmals überraschende – Impulse aus meinem Umfeld entstanden. Beispiel gefällig? Hier!
    Öffentliches Lernen im Netzwerk ist ein echter Lernbooster.

Minus

  • Ich hatte mich entschieden, täglich einen Blogartikel über meine Lernreise zu schreiben. Das finde ich im Nachhinein zu aufwändig, da ich dafür alleine im Schnitt täglich 15-30 Minuten Zeit investiert habe.
    Vermutlich ist diese ausführliche Form der Dokumentation nützlich, um ein anschauliches Beispiel einer solchen Journey zu geben.
    Künftig würde ich jedoch kürzere und flexiblere Formen der Dokumentation bevorzugen – etwa einen täglichen Tweet und punktuell Blogartikel, wo es sich thematisch während der Lernreise anbietet.

Interessant

  • Reizvoll finde ich die Idee, meine Learning Journey monatlich mit wechselnden Themen zu wiederholen und mich mit anderen Lernenden zu vernetzen, die sich auch auf eine selbstorganisierte Learning Journey begeben.
  • Interessant finde ich auch die Verknüpfung von kurzen, kontinuierlichen Lerneinheiten, die quasi ein Lernen nebenbei ermöglichen, mit der gleichzeitigen Ermöglichung von allmählichen Reife- und Erkenntnissprozessen durch die Ausdehnung der Lernphase über vier Wochen.

Ausblick

Ich habe einen Prototypen entworfen, um aus den Erfahrungen meiner Learning Journey Miro ein leichtgewichtiges Lernformat für selbstorganisiertes Lernen abzuleiten.


Dies ist Beitrag Nr. 37/100 meiner Challenge #100DaysToOffload für 2021.

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