Evernote forever?

Als permanent lernender Mensch brauche ich ein funktionierendes System für Notizen. Seit Januar 2009 nutze ich dafür Evernote. Also inzwischen 12 Jahre. Bis dato habe ich in Evernote 4746 Notizen gespeichert. Das sind im Schnitt fast 400 pro Jahr.

Nun kommen mir allerdings massive Zweifel, ob ich weiterhin bei Evernote bleiben kann.

  • Im Dezember hat es eine neue Version gegeben – vom Anbieter als „neues Evernote“ angepriesen. Dieses „neue“ Evernote war vorher nicht angekündigt. Zumindest war über meine Kanäle bei mir kein Hinweis angekommen. Update installiert. Zack. Danach erwartet mich eine weitgehend fremde Oberfläche. Viele Funktionen, die ich häufig verwende, muss ich mir mühsam suchen. Manche Funktionen finde ich gar nicht.
  • Hinzu kommt, dass die Desktop Applikation oft keinerlei Notizen anzeigt, wenn ich sie starte. Deshalb behelfe ich mir im Moment meist, indem ich die Web-Version nutze.
  • Der Support, an den ich mich deshalb Mitte Dezember zum ersten Mal gewandt habe, scheint quantitativ überlastet und qualitativ überfordert zu sein. – Als ich meine Zweifel an einer vorgeschlagenen Vorgehensweise zur Behebung meines Problems mitteilte und begründete, bekam ich als Antwort, man freue sich, dass mein Problem gelöst sei.
    What the …

Noch weiß ich nicht endgültig, wie ich damit umgehen werde. Jedenfalls habe ich vorsorglich mein bestehendes Premium-Abo gekündigt.

Bild: Unsplash, Charles Deluvio

Inzwischen schaue ich mir Systeme an, die auf Markdown basieren und die eine Möglichkeit bieten, das Wissensnetz aus den Notizen auch graphisch darzustellen.

Meine Hauptkriterien für ein neues System sind diese:

  • Persönliches Wissensmanagement
  • Vernetzte Notizen
  • Graphische Darstellung
  • Speicherung meiner Daten in einem zukunftssicheren Format
  • Lokale Speicherung und Synchronisation über Cloudspeicher
  • Mobiles Arbeiten

Zur Zeit mache ich gerade einen Probelauf mit Obsidian Markdown und bin sehr angetan.

  • Obsidian speichert die Notizen lokal, und da ich einen Ordner in der Dropbox verwende, werden meine Daten in der Cloud gesichert.
  • Über die Dropbox App kann ich mobil auf meine Notizen zugreifen und kann sie über den Texteditor der App editieren.
  • Eine graphische Darstellung ist möglich.

Ich selbst bin noch Novize in der Nutzung von Obsidian. Ragnar Heil, der die Anwendung gerade ebenfalls frisch nutzt, hat am Ende dieses Artikels einige Ressourcen verlinkt, die einen guten Einblick in die Möglichkeiten von Obsidian bieten.

Manche Fragen sind für mich derzeit noch offen. Beispielsweise vermisse ich in meinem Testsystem den Webclipper von Evernote, der sehr komfortabel ist. Aber vermutlich wird sich auch dafür eine Lösung finden lassen.

Über den Fortgang meiner Lernreise in puncto Notetaking werde ich hier zu gegebener Zeit weiter berichten.

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