Dein Beipackzettel – oder: Eine Bedienungsanleitung für Dich selbst

Kürzlich hat Gitta Peyn auf Twitter erwähnt, dass sie es für eine gute Sache hält, wenn Menschen in Teams für sich selbst „Beipackzettel“ schreiben und veröffentlichen:

Ihren eigenen Mini-Beipackzettel hat sie hier gleich mitgeliefert.

Dieser Tweet erinnerte mich daran, dass mich Daniel Räder in unserem WOL-Circle 2018 schon einmal auf die Idee aufmerksam gemacht hatte, eine Bedienungsanleitung für sich selbst zu schreiben.

Bei dieser Idee geht es darum, den Menschen, mit denen man (eng) kooperiert, tatschlich im Stil eines Beipackzettels Tipps und Hinweise zu geben, wie die Zusammenarbeit am besten klappen kann. Das Konzept von Brad Feld hat Stephan List in diesem Artikel vorgestellt.

Themen für den Beipackzettel können sein:

  • Arbeitsbedingungen, die ich schätze
  • Zeiten, zu denen ich gerne arbeite
  • Die besten Möglichkeiten, mit mir zu kommunizieren
  • Wie ich gerne Feedback bekomme
  • Was ich brauche
  • Dinge, mit denen ich zu kämpfen habe
  • Dinge, die ich liebe
  • Andere Dinge, die Du über mich wissen solltest.

Natürlich können die Themen individuell angepasst werden …

Hier habe ich einige Beispiele für persönliche Bedienungsanleitungen zusammengestellt:

  • Cassie Robinson
    hat Varianten als Handzettel und als Dokument. Sie stellt auch Vorlagen zum Ausfüllen bereit.
  • Seth Levine
    schickt sein User Manual an alle seine neuen Kunden, um zum Ausdruck zu bringen, wie er sich die Zusammenarbeit wünscht.
  • Abby Falik
    beschreibt den Entstehungsprozess ihres Manuals und teilt es.
  • Christopher Lawrence
    hat sich von Abby Faliks Struktur inspirieren lassen und diese leicht modifiziert.

Im Internet gibt es weitere Beispiele, die durch eine Suche nach „Bedienungsanleitung für mich selbst“ oder „A User Manual To Working With Me“ gefunden werden können.

Ich selbst liebäugele seit geraumer Zeit damit, ein User Manual für die Zusammenarbeit mit mir zu schreiben. Mal sehen, ob das Schreiben dieses Artikels mir einen Anstoß dafür gibt. Fürs Erste habe ich eine Twitteredition gepostet.

(Beitragsfoto: Markus Winkler / Unsplash)