#English #fluentin5months (1)

Seit mehr als einer Woche twittere ich regelmäßig zu diesen beiden Hashtags. Ich möchte nämlich mein Englisch verbessern – um genauer zu sein: mein aktives Englisch. Daher habe ich mich herausgefordert:

Mein konkretes Ziel

Bis Ende dieses Jahres möchte ich fließend sprechen und schreiben, wobei ich für mich unter fließend das Sprachniveau B2 des europäischen Sprachreferenzrahmens verstehe:

Kann die Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen verstehen; versteht im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen. Kann sich so spontan und fließend verständigen, dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist. Kann sich zu einem breiten Themenspektrum klar und detailliert ausdrücken, einen Standpunkt zu einer aktuellen Frage erläutern und die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten angeben.

Mein Ausgangspunkt

Ich habe in der Schule Englisch gelernt, die Sprache aber nie aktiv verwendet, von einem 14-tägigen Wanderurlaub in Cornwall vor 15 Jahren einmal abgesehen. Aber ich konsumiere englischsprachige Inhalte seit vielen Jahren. Vor allem lese ich Sachbücher und (Blog-)Artikel zu Themen, die mich beruflich interessieren.

Seit mindestens zwei, drei Jahren bin ich aber damit unzufrieden, dass ich nicht aktiv kommunizieren kann. Seit einem knappen Jahr kommt hinzu, dass ich das Bedürfnis habe, meine Tochter (nach den Sommerferien 7. Klasse) beim Englischlernen zu unterstützen und auch herauszufordern. Dafür reichen aber meine aktuellen Fähigkeiten ebenfalls nicht, und ich möchte sie deshalb jetzt verbessern.

Meine Strategie

Ich bin mit einer sehr simplen Strategie gestartet:

  1. Einfach mal anfangen.
  2. Beim Machen Herausforderungen und Möglichkeiten entdecken.
  3. Daraus eine Strategie ableiten und iterativ weiterentwickeln.

Mein Weg in den ersten Wochen

Angefangen habe ich vor einigen Wochen einfach damit, mit Anki Vokabeln zu lernen. Anki ist ein digitales Karteikartensystem, das auf diversen Plattformen läuft. Ich kann damit an meinem Windows-Rechner und mit dem Smartphone (Android) lernen. Meine Vokabeln und mein Lernstand werden über die Systeme hinweg synchronisiert.

Für Anki gibt es viele frei verfügbare Kartendecks für unterschiedlichen Sprachen. Ich habe mir ein Kartendeck mit etwa 2.800 Vokabeln heruntergeladen, das mir zu meinem Vorhaben zu passen schien.

Sehr schnell stellte ich aber fest, dass es Vokabellernen allein nicht ist. Dass ich zum einen Möglichkeiten brauche, einen für mich maßgeschneiderten Wortschatz zu erarbeiten und dass ich zum anderen mehr in Englisch „leben“ möchte. Ich habe dann gezielt nach Informationen für mein autodidaktisches Sprachlernen gesucht.

Und diese drei für mich grundlegenden Quellen habe ich zunächst entdeckt:

  1. Buch „Fluent in 3 months“ von Benny Lewis
    Dieses Buch lese ich zur Zeit, und es bietet mir eine große Fülle an Anregungen, meinen Sprachlernprozess gezielt auf meine Bedürfnisse und Möglichkeiten zuzuschneiden und zu verbessern.
    Benny Lewis betreibt auch das Internetportal fluentin3months.com, das sowohl Onlinekurse für das Sprachlernen bietet als auch eine große Fülle von Anregungen, wie man vorgehen kann.
  2. Sprachlernempfehlungen von sprachheld.de
    Deutschsprachige Seite zum Sprachenlernen mit einem breiten Themen-, Kurs- und Informationsangebot
  3. Englischsprachiges TV-Programm der Deutschen Welle
    Die Deutsche Welle bietet zu jeder vollen Stunde eine 15-minütige Nachrichtensendung in Englisch. Zwischen den Nachrichtensendungen gibt es Dokumentationen in englischer Sprache. Auch eine kleine Mediathek ist enthalten. Eine wunderbare Möglichkeit für mich, mehr mit der Sprache zu leben.

Was ich inzwischen schon über meinen Lernprozess gelernt habe

Benny Lewis schlägt vor, mit Mini-Missionen zu arbeiten. Eine Mini-Mission ist eine kleine, engumrissene Challenge. Es ist jeweils die Challenge, die gegenwärtig den höchsten zu erwartenden Impact auf die Lernfortschritte hat. Oder anders ausgedrückt: die den jeweils wichtigsten Engpass adressiert. Das entspricht meinen Vorstellungen von agilem Vorgehen. Ich betrachte eine Mini-Mission als Ziel für einen Sprint innerhalb einer Woche.

Ich habe damit begonnen mir ein eigenes Kartendeck in Anki zu erstellen, mit dem ich Vokabeln übe, die für mich und meine persönliche Kommunikation gerade wichtig sind. Vorgestern beispielsweise – an einem sehr heißen Tag – habe ich die Wörter foot tub (Fußwanne) und flip-flops (Badelatschen) eingetragen, die ich für einen englischsprachigen Tweet brauchte.

Zur Zeit organisiere ich mein Vokabellernen. Das ist meine aktuelle Mini-Mission. Welche Themengebiete sind für mich besonders wichtig? Welchen Wortschatz brauche ich für spezielle Kommunikationssituationen? Wo finde ich entsprechende Vokabellisten? Dementsprechend baue ich meine persönliche Vokabelkartei auf. Bereits das Finden und Kartieren von Vokabeln ist ein hilfreicher Lernschritt.

Seit einigen Tagen ist es Bestandteil meines Lernprogrammes, einmal am Tag die englischsprachigen Nachrichten der Deutschen Welle zu sehen, die stündlich ausgestrahlt werden, um etwas mehr in der englischen Sprache zu „leben“.

Sobald ich das Vokabellernen hinreichend organisiert habe, möchte ich mir gerne auch englischsprachige Dokumentationen ansehen. Damit zu arbeiten könnte meine nächste Mini-Mission werden.

Ich habe die Absicht, hier regelmäßig über meinen Weg beim Englischlernen und meine Fortschritte zu bloggen und meine Einsichten zu teilen. Die Beiträge werden hier zu finden sein.

Beitragsfoto: Unsplash / freestocks.org

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