Zirkeltraining #2

In der Artikelserie „Zirkeltraining“ schreibe ich über meine Erfahrungen und Erkenntnisse beim Lernen von Working Out Loud. Alle Beiträge der Serie findest du hier.

Worum geht es in der zweiten Woche?

Laut WOL-Leitfaden geht es um diese beiden Hauptaufgaben:

  1. Die Personen auf der Beziehungsliste einem Vertrautheitsgrad zuordnen
  2. Erste einfache Beiträge anbieten

So habe ich meine Aufgaben erledigt:

1.) Man kann nicht allen Menschen das Gleiche anbieten. Unbekannte würden in der Regel sehr befremdet reagieren, wenn man ihnen die Betreuung ihrer Kinder anbieten würde. Welche Arten von Beiträgen passen, hängt vom jeweiligen Vertrautheitsgrad ab. Working Out Loud unterscheidet diese Grade:

  1. Die Person weiß nicht, dass es dich gibt.
  2. Ihr seid auf die eine oder andere Art verbunden.
    (Z. B. folgst du der Person online.)
  3. Ihr habt einmal oder mehrmals miteinander interagiert.
  4. Ihr habt zusammengearbeitet, selbst wenn es nur in geringem Ausmaß war.
  5. Ihr interagiert regelmäßig, tauscht Ideen aus und helft einander.

Die Aufgabe, den Personen auf meiner Beziehungsliste einen Vertrautheitsgrad zuzuordnen habe ich in wenigen Minuten erledigt.

2.) Wenn es um Beiträge geht, geht es zunächst um eine ganz einfache Sache: Aufmerksamkeit zu schenken.
Das bedeutet beispielsweise den Menschen auf der Beziehungsliste online zu folgen und eventuell deren Beiträgen, die mir gefallen, ein „Like“ zu schenken. Oder einen Newsletter zu abonnieren. Wie gesagt, ganz einfach.
Aber es erfordert ein wenig Mühe, um die Onlinepräsenz der Menschen zu recherchieren. Dafür habe ich, wenn ich mich recht erinnere, ungefähr 1-2 Stunden investiert.

Wie habe ich die zweite Woche erlebt?

Highlight der Woche war zweifellos das erste virtuelle Meeting mit meinem WOL Circle. Es tut gut, sich über die eigenen Erfahrungen auszutauschen und Impulse zu bekommen. Ein Teilnehmer hat eine Person auf seiner Beziehungsliste, die auch auf meiner Liste steht. Er hat auch an einem Workshop teilgenommen, die von einer anderen Person geleitet wurde, die auf meiner Liste steht. Und die ich bisher nicht kenne. „Wie klein doch die Welt ist.“, habe ich gedacht. – Ich freue mich auf das nächste Treffen am Freitag.

Meine Herausforderung ist immer noch, dass ich vor Begeisterung überschäume. Die Euphorie beeinträchtigt mein zielgerichtetes Entdecken. Sie ist (noch) wie ein Fluss, der über die Ufer tritt. Ich habe mich entschieden, das für den Moment einfach so anzunehmen. Ich vertraue darauf, dass sich dies nach einer Weile von selbst normalisiert.

Was war sonst noch in der zweiten Woche?

Weil ich im Flow war, als ich die Onlinepräsenzen recherchiert habe, habe ich bereits etwas vorgearbeitet. In Woche 8 geht es darum, Working Out Loud zu systematisieren. Ich habe die Personen auf meiner Beziehungsliste in meiner Adressverwaltung eingetragen und die Links zu den Onlineauftritten erfasst. Außerdem habe ich in meiner To-Do-App für alle Personen einen Eintrag angelegt. Dort kann ich jetzt unkompliziert Ideen für mögliche Beiträge festhalten. Ein weiterer Vorteil davon ist, dass ich mir Terminerinnerungen setzen kann, damit ich die Kontaktpflege nicht aus den Augen verliere und schleifen lasse.

Den Artikel zur ersten Woche meines WOL-Trainings findest du dort.

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2 Kommentare zu „Zirkeltraining #2

  1. Hey vielen dank, Holger, für deine Erfahrungen hier im Blog. Die Beziehungsliste in einer To-Do App zu verwalten halte ich für eine sehr wertvolle Idee. Insbesondere, wenn man mit der App routiniert arbeitet. In meinen bisherigen circles have ich die beziehungsliste zu wenig genutzt, bin aber überzeugt, dass da viel Potenzial drin steckt. Mal sehen, vielleicht bei meinem circle. ;). Viele weitere wertvolle Lernerfahrungen wünsche ich dir! Freue mich auf weitere Blog posts.- Benedikt

    1. Hallo Benedikt,
      vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Inzwischen bin ich schon in der dritten Woche mit WOL und Working Out Loud scheint eine starke Eigendynamik zu entwickeln.
      Über die Beziehungsliste denke ich jetzt anders als in der zweiten Woche. Anfangs habe ich sie sehr ehrfürchtig betrachtet. Inzwischen betrachte ich sie als einen wichtigen Ausgangspunkt: Damit eine Pflanze wachsen kann, ist ein Samenkorn notwendig. Wenn sich das Pflänzchen entwickelt, ändert sich aber seine Gestalt. Und so geht es mir jetzt schon mit meiner Beziehungsliste. Die ursprüngliche Liste enthält einige Namen, die ich nicht mehr als relevant empfinde. Andererseits sind bereits in den ersten beiden Wochen 5-10 neue Namen aufgetaucht, die ich eigentlich jetzt mit auf meine Liste schreiben sollte …
      Im Moment scheint es mir naheliegend, mit der Beziehungsliste sehr salopp umzugehen. Wahrscheinlich macht es schon einen gewissen Sinn mit Remindern in der To-Do-Liste zu arbeiten, aber in welchem Umfang und mit welchen Intentionen wird sich wohl entwickeln. Ich werde darüber berichten.
      Herzliche Grüße nach Erlangen
      Holger

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